21 Dezember 2005

Kurzgedichte

Das Haus im Kopf

Hinter einem Hügel erahne ich ein Haus
an einer ruhigen Straße.
Noch niemand hat es gesehen.
Darin wohnt, umgeben von einer Frau und zwei Kindern
Ein Mann dessen Glück es ist
die Welt hinter seinem Hügel nicht zu kennen.


Die Sache mit dem Optimismus

In meinem Kopf ziehen
Die Wolken so langsam sie können
Versuchen sich zu bemühen
Die Sonne nicht einzuholen.

19 Dezember 2005

Und was süßes

Das liebe Zucker

Es ist nicht der Hunger, nicht der Durst,
nicht die Lust, nicht das Fernweh, nicht die Sehnsucht,
keine Sitte, keine Pflicht, kein Licht, kein Dunkel,
keine Liebe und kein Hass der zu dir führt:
Doch das Leben wäre ganz schön sauer ohne dich,
du süßer Stoff.

Was schönes

S

weitgewoben um eine attraktive Form
ist ein Gewebe zart und schützend
um sie zu erhalten

an zwei Seiten führen die Fasern entlang
weich und prall umgeben sie das Schöne darunter
das ist zu erahnen

in sich sind es Kugeln, wären sie geschlossen
wenn ihnen trotzdem zur Perfektion etwas fehlt
sollten sie so sein

schon wenige Blicke wecken die Aufmerksamkeit
und die Lust die Formen zu ertasten, die Perfekten
die Runden.

09 Oktober 2005

Zwischenruf 02

Ideale sind nicht ideal.

Da guckste

Wie ich von nichts auf alles kam

Nichts leere nichtig uninteressant monoton einheitlich zusammengehörig vereint mitsamt insgesamt ganz alles.

23 September 2005

"Rätselyrik"

Sie ist es.

Sie ist alles und so wird sie gesucht
Für sie gehen Menschen weit
Der Weg ist lang, kein Erfolg wird verbucht.
Als wäre niemand bereit.

Sie ist nicht zu sehen
Und liegt sie noch so nah
Sie finden heißt nicht verstehen
Trotzdem ist sie immer da.

Zumeist ist sie falsch, für viele,
denn sie stehlen ihren Namen
Menschen treiben mit dem Glauben Spiele
Und andere scheinen nichts zu ahnen.

Mit ihr verschwindet die Lüge und auch die List.
Denn wer das Licht kennt, weiß was Dunkelheit ist.
Doch verraten werde ich nicht mehr.
Was sie ist, ist nicht mehr so schwer.

23 August 2005

Zwischenruf

Der Verstand bringt einen am meisten um den Verstand.

03 August 2005

Lyrics at all

Flüstern

Wie weit leise Schritte sich neigen
Zu den Blumen unten im Beet
Wie weit sie gehen um zu zeigen
Doch noch ist es nicht so spät.

Das Holz riecht verwegen
ist still ohne sich zu regen
Dann öffnest du die Tür
Und das Holz bewegt sich mit ihr

Über beiden lädt sich die Luft
Sie füllt sich mit deren Duft
Eine leichte Brise bewegt ihr Haar
So flüstert der Wind dem Paar

28 Juli 2005

Abendlich

Nach einem sehr aufregenden Film im Kino schienen meine Sinne geschärft. Um nach Hause zu kommen nahm ich den Weg durch die Innenstadt. Es war unwahrscheinlich warm für diese Uhrzeit, was mich an die Nächte auf Teneriffa erinnerte. Zuerst stiegen italienische Gerüche in meine Nase. Ich versuchte sie solange und intensiv wie möglich aufzunehmen. So kam ich an Büschen mit Blumen vorbei mit keinen bekannten aber schönen Düften. Auf der anderen Seite der Straße angelangt, rechts der Markt und links mein weiterer Weg, sah ich auf ein noch sehr neues Gebäude, dessen Beleuchtung die Farbe wechselt. Die Glasfassade schließt mit einem nach außen gewölbten Dach nach oben ab, so als wollte es das Licht der Scheinwerfer nicht vergeuden und in den Himmel entweichen lassen. Nach jedem Schritt, bis ich am Gebäude vorbei gelaufen bin, ergab sich eine neue Perspektive. Lichter im Boden standen im letzten Augenblick vor dem passieren der Gebäudefront in einer Reihe. Einen kurzen Moment sah ich mich über die Lichter springen und weitere Perspektiven suchen. Ich nahm nun Geräusche war. Die Geräusche der Stadt, die der Straße, welche ich hinter mir ließ. Diese verstummten nicht völlig und ergaben mit anderen Geräuschen ein Ganzes. Von den Cafés und Restaurants, erst auf der rechten Seite, dann vor mir, hörte ich die Stimmen vieler Besucher. So wurden Momente zur Ewigkeit und vergingen doch nach dem ich sie genossen habe.

24 Juli 2005

Zuerst ...

... bin ich darauf nicht alleine gekommen. Und noch weiß ich nicht was entstehen wird.