11 Juli 2006

Juli

Farblos

Laue kleine Wolken schieben mühsam Launen auf blauem Grund, Tropfen zähmen Löwenzahn und Strahlen kitzeln Blumentöpfe unten am Haus.
Kannst du dich erinnern wie wir Wolkenhaufen deuteten?

Der Schwarm am Ast bewegt sich durch Wellen aus Luft, hölzerne Leinen halten sie fest, gelbes Grün besetzt die Oberfläche.
Wir suchten nach schönen Steinen im Fluss.

Graue Teppiche verharren auf dem Grund, Spieße ragen aus dem harten Boden, tote Steine liegen am Rand.
Die Sonne schmiegte sich an unsere Körper und wir berührten uns vorsichtig.

Geröll erstickt die Federn, zerdrückt Füßchen, verstaubt die Augen, trübt das Lebensnass.
Ich steckte eine Blume in dein Haar, meine Hand strich durch deine Pracht.

Ich verliere Wasser auf der Straße, dass aus meinen Augen fällt. Unter meinem Füßen bricht das Gestein, daraus schiebt sich ein Stängel, ein Fremder weckt Erinnerung, das Gewächs trägt Farben zwischen Grau.

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