15 Dezember 2015

Im Vorbeigehen mitgenommen

Der Finsternis widerstehend

Es liegt an dir
Nur bei Strafe wird man dir verzeihen
Wenn du sie übertrittst
Die Schwelle ins Dunkle

Es liegt in dir
Dein Wunsch, deine Sehnsucht
dein Genuss des Verbotenen
und hart ist die schneidende Kante

Es liegt auf dir
mit Grenzen belegt, wie mit einem Fluch
Das Licht auf der einen Seite
Der Schatten bedrohlich daneben

Doch wer und wie viele sind dort
Auf der lichten Seite
Und was wenn sie doch in der Finsternis lauern
Wie kann ihre Sicht
Die Grenze, die Kante, die Schwelle benennen
Im lauten und feigen Bekenntnis
Ohne den Grund zu kennen
In Blindheit vor fehlendem Licht
Die Seiten zu trennen.
Wie kann ihr Glaube
Einen Fluch, das Verbotene, die Strafe benutzen
Im vagen und gefühllosen Wissen
Um über das Finstere in dir zu richten
Aber du weißt es
Du trägst das Licht in dir
Du weißt, das Licht ist dort
Es ist da wo du bist

19 September 2014

Vergangene Zukunft

Wenn ich Science-Fiction aus der Vergangenheit sehe, sehe ich eine Zukunft, die vorbei ist. Sie wird nie geschehen. Der hoffnungsvolle Blick, auf das was kommen könnte, der Drang zu einer friedlichen, besseren Zukunft, treibt die Menschen an. Der Wunsch alles Schritt für Schritt verbessern zu wollen, verhindert diese Zukunft, von der wir träumen. Es ist keine Tragik. Es ist der Welt egal. Doch das Ende ist menschengemacht.

Wir leben hier und zerstören das Leben. Wir rennen etwas entgegen, was von niemandem intendiert war, ist und sein wird. Wenn wir uns und unsere Kultur verlieren, wird uns der Verlust nicht an eine Zukunft erinnern, die wir uns erträumt haben. Die Zeit wird uns eine leere neue Zukunft gegenüberstellen. Es wird einer neuer Anfang sein, voller Schmerzen – Schmerzen einer alten Welt und Schmerzen einer neuen Welt. Nichts treibt die Zeit und die Zeit nicht uns an. Und dennoch fließt unser großes Boot, in dem wir alle sitzen auf einen Abgrund ohne gleichen zu.

Ich spüre Schmerzen, wenn ich eine geschriebene Zukunft sehe, die ich nie erleben werde, deren Hoffnung ich nicht mehr teilen kann.

17 August 2013

Von mürber Freundschaft?

Du könntest, wenn du wolltest

Mit dem Kopf in den Sand
Mit dem Kopf durch die Wand
Verstehst nicht, was ich dir nicht schreibe
Verstehst nicht, was ich dir schreibe

Auslegen, rauslegen, auflegen, anlegen
Ablegen, verlegen, gelegen, ungelegen
Verpassen, anpassen, abpassen, unpassend
Nicht anfassen, nicht umfassen, nicht befassen

Was siehst du nicht, du weißt es nicht
Du weißt alles, weißt du es
Du weißt es nicht, du siehst mich nicht
Du lässt es nicht, was lässt du dich nicht wissen

Die Musik...
Das Geld!
Die süße kulinarische Freude...
Die Arbeit!
Diese Frau...
Die Zukunft!
Das Geld!
Die Arbeit!
Das Geld!

Du hast es fast geschafft
Du hast mich fast geschafft
Ich habe dich fast hingeschafft
Du hast es geschafft
Du hast nichts gebracht.

29 Juni 2012

http://www.371stadtmagazin.de/planer_einzelansicht.html?event_id=3165

Ein fantastischer Film, der hervorragend durch die Felsen seines Genres navigiert.

21 Januar 2012

Halbzeit

Meine Begleitung im letzten Sommer macht zur Zeit Winterschlaf und hat die halbe Zeit geschafft.

03 November 2010

13 September 2010

Chemnitz at sunset

Die Tage werden kürzer, die Sonne macht sich rar. Hier nochmal ein paar Aussichten der letzten Wochen.

08 August 2010

Schwäne

Was weiß ich, warum sich die Tiere angezogen gefühlt haben oder ob ich sie von ihrem Weg abgehalten habe: Unfreiwillig haben sich die Schwäne für die Reihe bereit erklärt.

26 Juli 2010

Birken





In diesem Jahr war Frühling und ich habe mich an die Bäume mit der hohen Pollenbelastung gewagt. Hier das Ergebnis.

11 Juli 2010

Sprung

Der Blog erfuhr einen Stillstand. Mein Leben natürlich nicht. Aber dafür eine schleichende Wende. Es werden sich nun mehr Fotos als Texte häufen.

26 Dezember 2007

Was wollen? Was nun?

Dinge die ich nicht sagte

Bewahre
Denn ich schaue dir hinterher
Und dir auf den Fersen
schleicht eine Traurigkeit
Du weißt es ohne dich zu wenden
Ich sagte nicht
Ich glaube

Bleibe
Dir sollte niemand nehmen
Was dich zu dir macht
Ist die Welt klein
Macht sie dein Herz groß
Und ich sagte nicht
Ich verstehe

Vertraue
und lege dich in ein Nest
gemacht aus Träumen
gehalten vom Lächeln und der Musik
geknüpft aus Liebe und Glaube
Aber ich sagte nicht
Ich fühle

Sage
du fühlst dich verloren
und kannst nicht mehr
Deine Welt so ungeschützt
und der sie schützen könnte
Sagte nicht
Ich brauche dich

05 September 2007

Sackgasse

Meine Enge

Bin marode ohne alt zu sein
Schließe zu
Warte
Sitze und friere mit der Leere
Im Bauch, im Kopf, im Herzen
Wo bin ich

Es geht um den Mittelpunkt
ich kreise darum
12 Duzent Fragen
Sind gegen mich
Legen unsanfte Blässe in meine Sicht
Kühl und karg mit wenig Melodie

rührt sich ein zartes Pflänzchen
auf meinem Weg zu dir?
Wartest du manchmal?
Bindest du?
Sind es weite wogende Kleider
mit rosenen Zierden

Lass ich mich geleiten
mit dieser Angst
und dem Wehmut
dem Stechen
den entscheidungs-unwilligen Zügen?

10 Juni 2007

Zwischenruf 05

In jedem Umstand stecken Wege zum Glücke.

08 März 2007

Zwischenruf 04

Frauen sind die modernen Männer

11 Juli 2006

Juli

Farblos

Laue kleine Wolken schieben mühsam Launen auf blauem Grund, Tropfen zähmen Löwenzahn und Strahlen kitzeln Blumentöpfe unten am Haus.
Kannst du dich erinnern wie wir Wolkenhaufen deuteten?

Der Schwarm am Ast bewegt sich durch Wellen aus Luft, hölzerne Leinen halten sie fest, gelbes Grün besetzt die Oberfläche.
Wir suchten nach schönen Steinen im Fluss.

Graue Teppiche verharren auf dem Grund, Spieße ragen aus dem harten Boden, tote Steine liegen am Rand.
Die Sonne schmiegte sich an unsere Körper und wir berührten uns vorsichtig.

Geröll erstickt die Federn, zerdrückt Füßchen, verstaubt die Augen, trübt das Lebensnass.
Ich steckte eine Blume in dein Haar, meine Hand strich durch deine Pracht.

Ich verliere Wasser auf der Straße, dass aus meinen Augen fällt. Unter meinem Füßen bricht das Gestein, daraus schiebt sich ein Stängel, ein Fremder weckt Erinnerung, das Gewächs trägt Farben zwischen Grau.

15 Mai 2006

Wenige Worte

Es bleiben wenige Worte
Und nur selten werden sie gesprochen
Während um ihn die Welt und Worte kreisen
Schweigt er und beobachtet

Manchmal versucht er allem zu folgen
Um sich darin zu verlieren
Er verschwindet unter den Laken Geplauder
Und man kann ihn nicht mehr sehen

Er denkt oft, er sollte etwas sagen
Stellt sich dann gewohnte Fragen
Sind es Dinge die ich hörte?
Werde ich etwas, was mich störte?

Doch passiert es dann
Und es ist ohne Zweifel
Denn reden muss jeder irgendwann
So verliert er sie:
Aneinandergereihte Worte und keine Ordnung und keiner erwartet es was er spricht und sucht die Ohren der anderen vergeblich und war es doch so wichtig wurde es übersehen bei all diesem


Lärm


Um


Sein


Wenigen


Worte


Herum.

19 März 2006

Vorfreude auf Frühlingsgefühle

Leise Schritte

Wenn ich es mir wage, dann beginne ich zu erzählen.
Dann rede ich über Pfade hinter Bäumen.
Wenn ich dir dann sage, was passiert kannst du wählen,
Stimmst du mir zu, fängst an zu träumen
Oder hälst du mich für einen Spinner.

Falls ich es mir traue, komme ich dir näher.
Dann bleibe ich dir treu, ich versuche dich zu nähren.
Falls es mir dann gelingt, später oder eher,
find’ ich einen Schatz im Sand, den dir Diebe verwehren.
Leihst du mir nur etwas Gehör, ein wenig Herz,
Zeigst du mir Mut?

Die ersten Sonnestrahlen lassen auf Frühling hoffen

Lebenszeichen

Auf einem Berg
So hoch wie tausend Seelen
Schaut die Frühlingsblüte hinab
In ein Tal
Das so dunkel ist
Und deshalb niemand
Die Schönheit auf dem Gipfel erkennt.